| VG Del-Berg-Um in der Presse |
Weser-Kurier, 19.05.2002 |
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Feuerwehreinsatz kann Flair nichts anhabenFast 300 Mannschaften beim traditionellen Delmenhorster Volleyball-Pfingstturnier dabei |
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Mit die weiteste Anreise nahmen
die B-Jugendlichen der SG Fortuna Lichtenberg auf sich. In Delmenhorst zahlten
sie noch Lehrgeld und belegten am Ende Platz fünf. |
Das Delmenhorster Pfingstturnier wurde wieder einmal
ein Volltreffer. In dieser Szene schmettert Alexander Nagel vom TV Jahn den Ball
mit Wucht ins gegnerische Feld.
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Von Gerhard Göldenitz Delmenhorst. Der Anpfiff ist erfolgt, das 24. Delmenhorster Volleyball-Pfingstturnier gestartet. Mit fast 300 teilnehmenden Mannschaften konnten die Organisatoren eine ähnlich große Veranstaltung auf die Beine stellen wie im vergangenen Jahr. Einen Zwischenfall gab es zum Auftakt in der Stadtbadhalle, wo im Regieraum zur Mittagszeit ein Verstärker zu qualmen begann. Nach dem die Halle vorsichtshalber evakuiert worden war, konnte die Feuerwehr aber nach kurzer Zeit Entwarnung geben. Besonders stolz ist Orga-Chef Marco Thiel auf das Jugendturnier, das bereits zum zweiten Mal in Folge stattfinden konnte. Neun Teams gingen in der Halle am Stubbenweg an den Start. In zwei Leistungsklassen wurden die Sieger ermittelt, wobei in der C-Jugend ausschließlich Teams der Gastgeber und des TV Jahn Delmenhorst teilnahmen. So ziemlich die weiteste Anreise bei der B-Jugend hatten die Mädchen der SG Fortuna Lichtenberg, die zusammen mit ihrem Vereinsvorsitzenden Hubert Wenzel aus dem Stadtteil Ost-Berlins den Weg an die Delme gemacht hatten. Erst seit etwa einem Jahr spielen die Berliner Volleyball in dem jungen Verein. Diesen hatte der 63-jährige Hubert Wenzel selber am 1. September 1999 mit 16 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Mit leuchtenden Augen erzählt Wenzel, wie die Jugendabteilung entstanden ist: "An einem der Spieltage unserer Erwachsenenteams habe ich Mädchen auf dem Schulhof angesprochen und diese gefragt, ob sie mal Lust haben zum Training zu kommen. Danach setzte der Dominoeffekt ein, Freundinnen wurden mitgebracht und nach und nach entstand die weibliche B-Jugend. "Es macht Spaß mit den jungen Leuten zu arbeiten", schwärmt Wenzel von den schönen Seiten, doch dann erzählt er davon, wie schwierig es ist, heutzutage in Berlin einen Verein am Leben zu erhalten, "Das fängt schon mit den Hallen an. Unsere in Lichtenberg ist sehr klein, da passt gerade mal ein Volleyballfeld hinein. Auch dass der Verein sich selber tragen muss, weil die Stadt Berlin keine Zuschüsse mehr gewährt, ist natürlich ein Problem. "Idealismus gehört schon dazu", betont der 63-Jährige, der auch ganz stolz darauf ist, bereits zum achten Mal in Folge in Delmenhorst zu sein. Seine Mädchen belegten am Ende den fünften Platz und mussten so noch ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen, Schließlich war es das erste größere Turnier für die Berlinerinnen. Gewinner wurde der TV Jahn Delmenhorst dank der besseren Ballpunkte (plus 54) vor den Gastgebern (plus 53). Danach folgen der SC Weyhe auf Platz vier vor Domitrix aus Hildesheim. Dass an Pfingsten auch viele Ehemalige den Weg an die Delme finden, ist seit Jahren bekannt. Diesmal wurde auch Thomas "Tom" Fischer gesichtet, der mit seinen Söhnen Niklas (6) und Luis (4) das Turnier besuchte. "Ich freue mich, dass die Tradition des Turniers weiterlebt", zeigte sich Fischer, der selber jahrelang für die Organisation verantwortlich war, angetan vom Fortbestand der Großveranstaltung. Im Jahre 1995 fand das Turnier zum letzten Mal unter seiner Leitung der von Jan-Henning Müller und Reinhard Stuhr statt. Seitdem hat sich zwar einiges verändert, doch von seinem Flair hat das Pfingstturnier nichts eingebüßt. Text: Gerhard Göldenitz Ausgabe
vom 19.05.2002 |
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